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Händel-Haus „Er ist ein Moderner unter den Alten“. Georg Philipp Telemann in seiner Zeit

Vortragsreihe Musik hinterfragt

Mittwoch, 22. März 2017, 19.30 Uhr, Renaissance-Raum im Händel-Haus

Referent: Dr. Carsten Lange, Magdeburg

Die Stiftung Händel-Haus lädt am 22. März 2017, um 19.30 Uhr, zu einem Vortrag der beliebten populärwissenschaftlichen Reihe „Musik hinterfragt“ in den Renaissance-Raum des Händel-Hauses ein. „Er ist ein Moderner unter den Alten. Georg Philipp Telemann in seiner Zeit“ heißt das Thema an diesem Mittwoch.

Der Vortrag will im Jahr des 250. Todestages den „seltenen Verdiensten“ Georg Philipp Telemanns (1681-1767) nachspüren.

Im 18. Jahrhundert vollzogen sich große stilistische Veränderungen in der Musik und Wand­lungs­prozesse im Musikleben. Im Laufe seines langen Lebens gestaltete Telemann sie in mancherlei Hinsicht aktiv mit, sei es als Komponist, Konzertveranstalter oder Musikverleger. Das soll anhand ausgewählter Beispiele dargestellt werden. Darüber hinaus wird auf sein Persön­lich­keitsbild einzugehen sein, denn Telemanns Erschließen neuer Bereiche für die Tonkunst lässt sich nicht ohne seine aufklärerische Haltung erklären und scheint im Einklang zu stehen mit dem Bestreben des nicht nur wissenschaftlichen Entdeckens der Welt im 18. Jahrhundert.

Im Titel des Vortrags wird der französische Historiker und Schriftsteller Romain Rolland zitiert, der auf seiner „Musikalischen Reise ins Land der Vergangenheit“ (1919) auch bei Telemann „Station“ macht und über ihn in folgender Weise urteilt: „In dem großen Streit der Alten und der Neuen ist er ein Moderner, und er glaubt an den Fortschritt.“ In dieser prägnanten Einschätzung der historischen Rolle Telemanns zeigen sich erste Früchte der 1907 beginnenden jüngeren Telemann-Rezeption. Telemanns Zeitgenossen urteilten ähnlich. Sie kennzeichneten ihn – wie in einem 1767 anonym veröffentlichten Nachruf – als einen „Mann von seltenen [= einzigartigen] Verdiensten um die Music“ und in einem Kondolenzschreiben an Telemanns Enkel ist im selben Jahr zu lesen, dass Telemann der Musik in Deutschland „neuen Schwung gegeben“ und „die musicalische Welt […] ihren Vater der Music“ verloren habe.

 

Dr. Carsten Lange hat in Halle (Saale) Musikwissenschaft studiert und einige Jahre auch an der Martin-Luther-Universität gearbeitet. Er leitet das Zentrum für Telemann-Pflege und ‑Forschung Magdeburg. Zu seinen For­schungsschwerpunkten zählt der Bereich der Passionsmusiken bei Georg Philipp Telemann.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Die Vorträge der Reihe „Musik hinterfragt“ werden vom Freundes- und Förderkreis des Händel-Hauses zu Halle e. V. freundlicherweise unterstützt.

Stiftung Händel-Haus
Große Nikolaistraße 5
06108 Halle (Saale)
Tel. +49 (0) 345 / 500 90 126
Fax: +49 (0) 345 / 500 90 416
Web: www.haendelhaus.de


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