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DrohnenRecht

Unterhalb eines Startgewichts von fünf Kilogramm* benötigen Nutzer keine Aufstiegsgenehmigung der Behörden.

Ein Gewicht ab fünf bis 25 Kilogramm dagegen ist meldepflichtig, in der Regel beim zuständigen Luftfahrtbundesamt des jeweiligen Bundeslandes.

Multicopter sind „zum Zwecke der Sport- und Freizeitgestaltung“ laut § 16 Abs. 1 Nr. 1a LuftVO von der Zulassungspflicht ausgenommen, sofern sie weniger als 5 Kilogramm wiegen. Darunter fallen die meisten der semiprofes sionellen Multicopter – damit sind sie nicht zulassungspflichtig und benötigen keine Aufstiegserlaubnis.

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*Kennzeichnungspflicht: Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme mit mehr als 250 Gramm Gewicht müssen künftig mit einer Plakette gekennzeichnet sein. Damit bei Schäden schnell der Besitzer festgestellt werden kann, müssen darauf Name und Adresse stehen.

Erlaubnispflicht: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab fünf Kilogramm Gewicht ist künftig eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt. Verlangt wird außerdem eine Art Führerschein.

Kenntnisnachweis: Um diesen „Drohnen-Führerschein“ zu erhalten, müssen Nutzer eine Prüfung bei einer anerkannten Stelle ablegen – dies soll auch online möglich sein. Vorgesehen ist ein Mindestalter von 16 Jahren. Die Bescheinigung soll zehn Jahre gelten.

Dabei gilt laut deutschem Modellflieger Verband (DMFV): Auch wenn der Flug eines Multicopters gegen Entgelt geschieht, ist nicht automatisch der Sport- und Freizeitzweck ausgeschlossen. Damit kann unter gewissen Umständen den noch eine für einfache Flugmodelle notwendige Aufstiegsgenehmigung ausreichen.

Über Menschenansammlungen und im Umkreis von 100 Metern von Menschenansammlungen dürfen Drohnen grundsätzlich nicht betrieben werden, auch nicht die kleinen Versionen.

Flughöhe und Sichtweite

Außerhalb der kontrollierten Lufträume in der Nähe von Flughäfen darf die Drohne bis zu 100 Meter aufsteigen. Weiter oben wird es genehmigungspflichtig, da der Luftverkehr gestört werden kann.

Zusätzlich muss eine Drohne in Deutschland immer in Sichtweite ihres Piloten sein. Hilfsmittel wie Videobrille oder Display beispielsweise auf größeren Fernsteuerungseinheiten sind also tabu.

Ebenfalls wichtig: Man benötigt eine Haftpflichtversicherung, die durch einen Flugapparat verursachte Schäden abdeckt. Normale Policen tun das häufig nicht, deshalb sollten Drohnen-Piloten die Schadensabdeckung ihrer Versicherung prüfen und gegebenenfalls aufstocken.

Flugdrohnen über dem Haus

Der Luftraum über seinem eigenen Haus gehört grundsätzlich auch dem Eigentümer. Hier darf er filmen und veröffentlichen so viel er mag. Einschränkungen gibt es auch hier in Regionen mit Flughäfen in der Nähe (siehe unten). Allerdings kann es leicht passieren, dass das Flugobjekt über die Grenze zum Nachbarn schwebt oder geweht wird.

Fotos und Videos aus der Luft

Generell können sich Drohnenpiloten an die Regel halten: Alles, was mit dem bloßen Auge und von einer normalen Perspektive aus zu sehen ist, darf man auch fotografieren.
Abgesehen davon bedarf das geschützte Recht am eigenen Bild immer der Einwilligung des Abgebildeten (§ 22 KUG).
Dies gilt jedoch nur, wenn die Person auf der Aufnahme auch für Dritte eindeutig erkennbar abgebildet ist. Eine Aufnahme senkrecht von oben wird in der Regel nicht ausreichen, die Person eindeutig zu identifizieren. Ist die Person jedoch klar zu erkennen, ist eine Veröffentlichung nur mit der Zustimmung des Abgebildeten erlaubt.

Drohnen als VerkaufshilfeWer seine Immobilie verkaufen möchte, kann außerhalb kontrollierten Luftraums so viele Bilder davon machen, wie er möchte. Das gilt für Einfamilienhäuser sowieso, aber auch für Mehrfamilienhäuser.

Gebiete in der Nähe von Flughäfen

Seit dem 1. Juni 2016 anders, die Deutschen Flugsicherung (DFS) hat für Flugmodelle bis zu einem Gewicht von fünf Kilogramm und einer Flughöhe von 30 Metern eine Pauschalerlaubnis erteilt. Das gilt für die Kontrollzonen der 16 großen deutschen Flughäfen. Die Fluglotsen sahen sich zu diesem Schritt gezwungen, da die Anfragen der wachsenden Zahl von Hobby-Drohnenpiloten in letzter Zeit sprunghaft angestiegen ist.

Schlechte Karten haben Hausbesitzer, die innerhalb einer besonders geschützten Kontrollzone im Umkreis der 16 deutschen Verkehrsflughäfen wohnen. Innerhalb von 1,5 Kilometer Abstand ist hier jegliche Nutzung von Flugmodellen und Kamera-Drohnen komplett verboten.

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